Luisa-Marie Neubauer (* 21. April 1996 in Hamburg)[1] ist eine deutsche Klimaschutzaktivistin und Publizistin. In Deutschland ist sie eine der Hauptorganisatorinnen des von Greta Thunberg inspirierten Schulstreiks Fridays for Future („Klimastreik“). Sie tritt für eine Klimapolitik ein, die mit dem Übereinkommen von Paris vereinbar ist, und wirbt für einen Kohleausstieg Deutschlands bis 2030. Neubauer ist Mitglied von Bündnis 90/Die Grünen und engagiert sich in verschiedenen Nichtregierungsorganisationen.
Luisa Neubauer wuchs in Hamburg-Iserbrook als jüngstes von vier Geschwistern auf.[2] Ihre Mutter, Frauke Neubauer (geborene Reemtsma), ist Krankenschwester und leitet ein Altenpflegeheim. Neubauers Vater leitete das Altenheim mit ihr gemeinsam bis zu seinem Tod im Jahr 2016.[3][4] Ihre Mutter engagierte sich in der Anti-Atomkraft-Bewegung der 1980er Jahre und sensibilisierte Luisa Neubauer für das Klimaproblem. 2020 nannte Neubauer ihre Großmutter Dagmar Reemtsma ihr großes Vorbild.[5] Dagmar Reemtsma, deren Vater während der Zeit des Nationalsozialismus in einem Konzentrationslager ermordet wurde, war als Aktivistin für Umwelt, Frieden und globale Gerechtigkeit aktiv. Unter anderem trat sie seit den 1980er Jahren als Organisatorin von Demonstrationen gegen Kohle- und Atomkraftwerke auf und engagierte sich in der Umweltgruppe Elbvororte, die über Umweltgefahren informierte.[6] Neubauers Cousine Carla Reemtsma nimmt bei Fridays for Future in Deutschland ebenfalls eine führende Stellung ein.[7] Ihr Bruder Lennard Neubauer ist Deutschland-Chef der Essens-Bestellplattform Lieferando.[8]
Quelle: Wikipedia